Literatur-TANDEM-letterario 2027

Die Stiftung schreibt in 2027 zum siebten Mal in Folge das Literatur-TANDEM-letterario aus.
Im TANDEM reichen junge deutsche und italienische Autor*innen eine Kurzgeschichte ein, die sie in ihrer Landessprache geschrieben haben. In einem deutsch-italienischen Tandem soll dann die Kurzgeschichte der fremdsprachigen Person in die eigene Landessprache übertragen werden.

Im TANDEM steht dabei aber nicht die präzise Arbeit des literarischen Übersetzens im Vorder-grund, sondern es geht vor allen Dingen darum den Stil, die Metaphern und die emotionale Tiefe der Texte im Dialog zu ergründen. Das Tandem ist eine Plattform zum DIALOG über Sprache und Literatur.

Das TANDEM ist mehr als ein Literaturwettbewerb

Es bietet „ein außergewöhnliches Abenteuer für alle, die es lieben, durch Schreiben, Worte und Kulturen zu reisen“ (Francesca Maruccia). Auch wer Deutsch/Italienisch nicht als Fremdsprache beherrscht, aber offen ist für Neues, der kann später über seine Teilnahme am TANDEM sagen: „Wie alle ersten Male war es eine bereichernde, schwierige und anregende Erfahrung. Tatsächlich war diese Initiative nicht nur meine „Taufe“ in der literarischen Übersetzung, sondern auch meine erste Annäherung an das Deutsche, eine Sprache, deren Grundlagen ich nicht kenne und die keine starken Assonanzen zum Italienischen aufweist.“ (Francesca Pozzo)

Die Teilnahme am TANDEM bietet die Plattform:

  • Zum DIALOG
    „sich mit einem gleichaltrigen Partner zu konfrontieren, der ein ähnliches Leben, eine ähnliche Geschichte und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hat und es ermöglicht, eine andere Sensibilität zu entdecken und kennenzulernen und das Schreiben als eine echte Brücke zwischen den Kulturen zu sehen.“ (Martina Alberici)
  • Die Magie der Sprache zu erfahren
    „Die Arbeit an Amelies Text und ihre Arbeit an meiner Geschichte haben mir wieder einmal die Magie der Sprache gezeigt, die ein unvollkommener und sich verändernder Spiegel ist. Ein Filter, der die Realität nicht abbildet, sondern sie durch die Worte der Kultur, in die wir eingetaucht sind, formt.“ (Francesca Maruccia)
  • Zur Völkerverständigung
    „.zusammen intensiv in beiden Richtungen an Sprache zu arbeiten, sich über die kulturellen Hintergründe auszutauschen, die in den Bildern und Metaphern und damit auch im kollektiven Textverständnis der beiden Kulturkreise stecken, hat mich wieder sehr bereichert.“
    (Sabine Oberpriller)

Im TANDEM haben die Autor*innen die Freiheit die Texte auf ganz verschiedene Arten zu übertragen:

  • Von der semantischen Übersetzung, die versucht nah am Originaltext zu bleiben,
  • zur freien Übersetzung mit der Neufassung von Textteilen oder
  • dem kreativen Nacherzählen der Texte mit eigenen Worten.

Die Geschichte darf jedoch nicht grundlegend geändert werden und die Struktur der Handlung sowie die zugehörige Personenkonstellation müssen erhalten bleiben.

Der abgegebene in die eigene Sprache übertragene Text des*der TANDEM-Partner*in muss das Ergebnis eines eigenen Werkes sein, das nach intensivem Dialog im Tandem gewachsen ist. Maschinen kennen keine Emotionen und Sprachen entsprechen einander selten zu 100 %. Maschinelle Übersetzungen können nur ein Hilfsmittel sein, um das Verständnis des Textes zu vereinfachen.

Das Literatur-TANDEM-letterario wird in enger Zusammenarbeit durchgeführt mit: