Archiv der Kategorie: Kommentar TANDEM 2025

Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Flavia Di Mauro

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Lina Thiede mit ihrer Erzählung Wieso trägst du den Ring nicht und Flavia Di Mauro mit ihrer Erzählung Miseria e nobiltà. In ihrem Kommentar zur Übersetzung des Textes Wieso trägst du den Ring nicht hat Flavia Di Mauro geschrieben:

… Per evitare errori simili ho lavorato a questa traduzione forsennatamente, facendomi aiutare dalla tecnologia ogni volta che l’ho sentito necessario. Dove dubitavo di me stessa e dell’inglese, della staffetta linguistica che Lina e io abbiamo costruito, ho lasciato che la macchina mi suggerisse cosa fare. A volte è stato utile, e mi ha permesso di vedere sfumature che altrimenti mi sarei persa. Ma in molti casi non mi ha aiutata affatto, ed è stato difficile affidarsi alle sue pretese di oggettività. Anche con questa stampella digitale, non ho potuto eliminare il mistero che per me circonda il testo di Lina, di cui comunque si percepisce chiara la bellezza. Che c’è scritto veramente nell’originale? Ci sarà qualche pena che io ho confuso con un castigo? Non riesco a dire con certezza di no. Il mistero è rimasto, e a ben vedere mi sembra inevitabile. …

Flavia Di Mauro

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Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Ariana Emminghaus

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Gabriele Magro mit seiner Erzählung I piccoli topi und Ariana Emminghaus mit ihrer Erzählung Ein einziges Hin. In ihrem Kommentar zur Übersetzung des Textes I piccoli topi hat Ariana Emminghaus geschrieben:

Doch beginnen wir erstmal bei den Mäusen und bei meinem Heureka-Moment. Da ich nur wenige Worte Italienisch verstehe, habe ich zum Übersetzen folgendes Vorgehen gewählt: Zunächst Wort für Wort, mit diversen Übersetzungs-Tools und Nachfragen bei Muttersprachlern einen Absatz übersetzt. Dann, wenn ich meinte, ihn verstanden zu haben, habe ich den Absatz nochmal neugeschrieben, in einer Mischung aus meinen eigenen Assoziationen und den Wörtern, die ich in meiner Vokabelsuche besonders treffend fand. Der erste Absatz umfasst nur einen einzigen Satz. Und nachdem ich mich Wort für Wort mit Mäusen befasst hatte, stand da auf einmal: Etymologie. Wortherkunft also, aber um welches Wort ging es? Woher kommt also das italienische Wort für “Mäuse”? Und würde sich das entsprechend übersetzen lassen? Ich brauchte noch einige Absätze und eine peinlich lange Zeit, bis ich auf einmal verstand, dass ich in die völlig falsche Richtung gesucht hatte: Nicht die “topi” waren etymologisch zu betrachten, sondern die “muscoli”, die Muskeln, die sich von dem Lateinischen “musculus” ableiten, zu Deutsch “Mäuschen” oder eben: “Die kleinen Mäuse”. Heureka!

Ariana Emminghaus

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Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Gabriele Magro

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Gabriele Magro mit seiner Erzählung I piccoli topi und Ariana Emminghaus mit ihrer Erzählung Ein einziges Hin. In seinem Kommentar zur Übersetzung des Textes Ein einziges Hin hat Gabriele Magro geschrieben:

Come dicevo, la traduzione è quasi fedele, ma il quasi è un discrimine importante. Mi sono concesso un lusso che, se il bando di questo Tandem non esplicitasse che “gli autori hanno la libertà di tradurre i testi in modi molto diversi” e che sono concesse “la riscrittura di parti del testo o la rivisitazione creativa dei testi con parole proprie”, sarebbe imperdonabile: l’ho versificato.

Gabriele Magro

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Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Pietro Carraro

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Valentin L. Brendler mit seiner Erzählung Bucureşti und Pietro Carraro mit seiner Erzählung La cerniera sulla schiena. In seinem Kommentar zur Übersetzung des Textes Bucureşti hat Pietro Carraro geschrieben:

Da un certo punto di vista, credo che Valentin e io siamo allineati in questo. Abbiamo passioni diverse, scriviamo in modo diverso, e abbiamo generi letterari abbastanza differenti, ma ci sono delle cose che ci accomunano. Parlando con lui e leggendo il suo testo, “Bucureşti”, ho imparato a conoscerlo, anche se solo in una piccola, minima parte. Dalla sua scrittura introspettiva alla sua passione per la storia, dalle sue descrizioni ricche di particolari alle sue riflessioni ed esperienze famigliari.

Pietro Carraro

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Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Valentin L. Brendler

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Valentin L. Brendler mit seiner Erzählung Bucureşti und Pietro Carraro mit seiner Erzählung La cerniera sulla schiena. In seinem Kommentar zur Übersetzung des Textes La cerniera sulla schiena hat Valentin L. Brendler geschrieben:

Ein runder Tisch in Catania, Sizilien. Vor mir ein Kaffee, ein Notizbuch, Papierblätter, ein Aschenbecher, Taschentücher und mir gegenüber mein Bruder. Um uns Italiener, die italienische Sprache, ein paar Touristen. Ich verstand sie kein bisschen. Mein Bruder und ich waren isoliert. Wir sprachen allein deutsch in Sizilien, solange wir keine anderen Deutschen trafen. Währenddessen übersetzte ich an diesem Tisch das Tandem, mit Übersetzern, Wörterbüchern und Pietro, mit dem ich auf Englisch Nachrichten austauschte. „Schau mal, da hinten“, sagte mein Bruder. Ich drehte mich um und sah einen Mann, der mit einer Frau stritt. „Der Mann hat vorhin Musik gemacht. Dann kam die Frau und hat ihre Boxen angeschaltet, um zu singen. Dadurch verstehen die Leute auf dem Platz aber den Mann nicht mehr. Jetzt streiten sie“, sagte er und wir beide schauten gebannt zu: die Frau blieb ruhig, die Arme verschränkt. Der Mann wirkte frustriert und gestikulierte. Es war so faszinierend, weil wir die beiden verstanden, während wir kein Laut vernahmen. Wir hörten sie praktisch streiten. Wir konnten in ihre Welt eintauchen, ohne ihre Sprache zu sprechen. Das war etwas ganz Umwerfendes. Deswegen drehte ich mich um und machte weiter mit dem Übersetzen.

Valentin L. Brendler

Literatur-TANDEM-letterario 2025
Kommentar von Martina Alberici

Das Literatur-TANDEM-letterario 2025 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem haben Sie die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen.

Eines der sechs Tandems im Jahr 2025 sind Martina Alberici mit ihrer Erzählung Le piccole disgrazie und Toi Tautorus mit seiner Erzählung Ewigkeitslasten. In seinem Kommentar zur Übersetzung des Textes Ewigkeitslasten hat Martina Alberici geschrieben:

Il progetto Tandem per me è stata una grande esperienza, non solo dal punto di vista creativo, ma anche umano. Avere la possibilità di confrontarmi con un partner, mio coetaneo, con una vita, una storia e un bagaglio culturale così simili ma allo stesso tempo così lontani da me, mi ha permesso di scoprire ed entrare in contatto con una sensibilità diversa dalla mia e di vedere la scrittura come un vero e proprio ponte tra culture. Grazie a questo progetto ho imparato quanto sia prezioso il confronto con chi ha un background diverso, perché ogni parola condivisa è un passo verso una comprensione più profonda del mondo e di noi stessi.

Tandem è la dimostrazione di quanto la traduzione non sia solo un passaggio da una lingua all’altra, e di come la scrittura possa essere un viaggio condiviso, in cui ogni parola diventa un ponte tra le storie e le emozioni di chi scrive e di chi legge. Sono grata di averne fatto parte, e di essermi messa alla prova come scrittrice e traduttrice.

Martina Alberici

Hier der ganze Kommentar von Martina Alberici:

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