Impressionen vom Workshop am Romanisches Seminar – Universität Heidelberg mit den Autorinenn Lina Thiede und Flavia di Mauro Teilnehmerinnen am Literatur-TANDEM-letterario 2025.
Die Dozentin Annachiara Di Taranto, Lektorin Italienische Sprachpraxis,Romanisches Seminar – Universität Heidelberg und die Studierenden der Kurse Integrierte Sprachpraxis: „Lettura e analisi dei testi“ und „Traduzione tedesco-italiano“
Es sind keine Anmeldungen mehr möglich. Der Bewerbungsschluss war am Dienstag der 30. Dezember 2025.
Bis zum Bewerbungsschluss gab es 62 Bewerbungen. Die Stiftung dankt allen Autorinnen und Autoren, die sich beworben haben.
Termine
Zeitplan für das Literatur-TANDEM-letterario 2026:
Bewerbungsschluss ist Dienstag der 30. Dezember 2025.
Die Zusagen an die Autoren, die am TANDEM 2026 teilnehmen, werden per Email bis Sonntag den 15. Februar 2026 verschickt. Die Zusage gilt erst dann als rechtswirksam verliehen, wenn von beiden Autoren eines TANDEMs die unterschriebene Einverständniserklärung bei der Stiftung per Email angekommen ist. Kommt die Einverständniserklärung nicht innerhalb von 14 Kalendertagen nach der Zusage bei der Stiftung an, dann gilt die Zusage zur Teilnahme am TANDEM als nicht erteilt.
Veröffentlichung der Autoren, die am TANDEM 2026 teilnehmen, bis zum Sonntag den 1. März 2026 auf der Internetseite der Stiftung.
Persönliche Absagen werden keine verschickt.
April bis Mai – Zusammenarbeit im Tandem und die Kurzgeschichte des TANDEM-Partners in die eigene Landessprache übertragen. Abgabetermin der übersetzten/übertragenen KurzgeschichteSonntag den 31. Mai 2026.
Juni bis Juli 2026 – Erstellung der Anthologie.
Druckfreigabe durch die Autoren – Mitte Juli 2026
Veröffentlichung der Anthologie im Buchhandel und auf allen gängigen online Plattformen – geplant ab August 2026.
Auswahl der Bewerbungen
In die Auswahl, welche Autoren eine Zusage für das TANDEM 2026 erhalten sollen, fließen ein:
Die Beurteilung der literarischen Qualität der Erzählung durch die Jury.
Die Aussagekraft der Bewerbung und des Motivationsschreibens:
Dem Interesse am Austausch mit anderen Autoren.
Welche Bedeutung Sprache für den Autor hat.
Dem Beitrag zum Mission-Statement der Ausschreibung.
Aus all diesen Gesichtspunkten wird versucht sich ein Gesamtbild zu machen, das in sich möglichst überzeugend und stimmig ist. Die Entscheidung, welche Bewerbungen eine Zusage erhalten, wird nicht begründet und ist nicht anfechtbar. Mit der Zusage erhalten die Autoren eine Einverständniserklärung. Die Entscheidung wird per E-Mail mitgeteilt. Die Zusage gilt erst dann als rechtswirksam verliehen, wenn von beiden Autoren eines TANDEMs die unterschriebene Einverständniserklärung bei der Stiftung per Email angekommen ist. Kommt die Einverständniserklärung nicht innerhalb von 14 Kalendertagen nach der Zusage bei der Stiftung an, dann gilt die Zusage zur Teilnahme am TANDEM als nicht erteilt. Der fristgerechte und vollständige Zugang der Einverständniserklärung wird von der Stiftung per Email bestätigt. Kommt nur von einem Autor eines TANDEMs eine Einverständniserklärung, dann ist die zuvor erteilte Zusage für den anderen TANDEM-Partner leider auch ungültig. Die Stiftung kann in diesem Fall – aber muss nicht – einen Vorschlag für ein anderes TANDEM machen.
Ende September trafen sich Filippo Ferraresi und Tim Fey in Nürnberg, einer Stadt, die sowohl von Freiburg als auch Turin gut zu erreichen ist. Fortan ging es in die Stadt und dass Filippo und ich uns gut verstehen würden wurde schnell klar, als ich „old-school“ eine sehr abstrakt anschauende Skizze mit dem Weg zum Hotel herausholte und er sofort offen war, einfach mal damit „der Nase nach“ zu gehen. So ließen wir uns durch die Altstadt treiben, die in Nürnberg noch sehr präsent ist: Fachwerk, Erker („bovindo“ in italienisch) und rundherum eine Steinmauer mit Türmen.
Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob Leute immer noch vom Fahrrad fallen, ich habe mir alte Leute vorgestellt, die Tischtennis spielen und nur die Vergangenheit sehen, und junge Leute, die die Zukunft mit ihrem Körper spüren, ich habe an die gerade mal zwanzigjährige Meryl Streep in einer Fernsehserie gedacht und an vieles andere. All das wurde unglaublicherweise zu einer Erzählung, „Die Seher”, die in Deutschland veröffentlicht und ins Deutsche übersetzt wurde. Vor kurzem war ich in Nürnberg, eingeladen von der Heimann-Stiftung, die das alles möglich gemacht hat und mich dem Autor und Übersetzer dieser Erzählung vorgestellt hat, Tim Fey, einem sehr liebenswerten Menschen. Also, ich danke der Stiftung für alles, für diese Reise, dafür, dass sie meiner Geschichte Raum gegeben hat, und Tim Fey dafür, dass er mich zwischen Dürers Nashörnern, Eiswundern, die zu Kohlenbecken werden, und 500 Jahre alten Globen begleitet hat, die das, was sie über Nordamerika wissen, als Kuba bezeichnen und darüber hinaus nur „weiter weg wurde nicht gemessen“ berichten. Aber ja, die Leute fallen immer noch von ihren Fahrrädern.
Die Autorinnen, Barbara Thiel aus Deutschland und Francesca Pozzo aus Italien, waren Gast an der Universität Freiburg beim Übersetzungskurs der Dozentin Roberta Milani-Eder. Das Literatur-TANDEM-letterario ist ein Stipendium der Heimann-Stiftung für SchriftstellerInnen aus Italien und Deutschland, die jeder eine Kurzgeschichte des anderen Autors oder der Autorin übersetzen oder kreativ nacherzählen.