Das Literatur-Tandem – Carolina Heberling und Maddalena Fingerle
Wir haben uns beide nach einem langen Gespräch dazu entschieden, die freie Nacherzählung als Form der Übertragung zu wählen, weil wir es sehr reizvoll fanden, die Geschichten auf diese Art näher an uns heranzuziehen. Im Prozess dieses Übersetzens und Fortschreibens standen wir eng miteinander in Kontakt, um sicherzugehen, dass sich die andere im Geist ihres Textes nicht missverstanden oder verraten fühlt. Wir sind mit den Nacherzählungen zufrieden, weil sie uns gezeigt haben, wie unterschiedlich man im Lesen und Schreiben einen Schwerpunkt setzen kann, ohne den Kern einer Idee zu verlieren.
In der italienischen Nacherzählung von „Atmen“ hat sich die Handlung von der Kreativbranche in Deutschland in einen Verlag in Italien und von der Außenwelt der Protagonistin in ihr Innenleben verlagert. Der Text problematisiert dadurch das Stigma der mentalen Krankheit, indem er sie relativiert. Die Liebe zur Sprache und zur Macht der Buchstaben wird in diesem Kontext stark gemacht. Wir haben uns entschieden, dass Tarik, der Freund von (H-)Edda, aufgrund dieser Fokussetzung nicht mehr auftaucht, weil er – im Vergleich zum deutschen Text – eine Nebenrolle gespielt hätte, die Maddalenas Text nicht gebraucht hat.
In der deutschen Nacherzählung von „In principio era il bianco“ wurde aus der schönen altehrwürdigen Kunstakademie eine Hochschule im Betonbrutalismus der 70er Jahre. Der Text hat einige der Fäden, die der italienische Text zart und verdichtet angelegt hat, neu miteinander verwoben und konkretisiert – im Text ist nun klar gesagt, dass der Professor, der seine Macht missbraucht, auch die junge Frau, die für die Klasse als Akt Modell sitzt, unterrichtet. Zudem haben wir uns entschieden, dass der Lehrer in der Art, wie er von Carolina beschrieben wird, nicht mehr an die historische Person Johannes Itten erinnern soll, der in Maddalenas Vorlage ja als Projektionsfläche des Protagonisten fungierte.
Das Literatur-Tandem Carolina Heberling und Maddalena Fingerle
Archiv des Autors: heimannstiftung
Writer in Residence 2020 – Marco Amerighi
Von März bis Mai 2020 war die italienische Schriftsteller Marco Amerighi Gast
im Italienhaus der Heimann Stiftung in Wiesloch.
Nulla è andato come previsto eppure in dieci giorni ho sentito tutto il vostro affetto e la vostra passione Credo nel destino e nelle seconde occasioni per questo so che sarò solo un arrivederci e non un addio


Grazie di cuore,
Archim e Gerda
un caro abbraccio
Marco Amerighi
Leider musste der Aufenthalt nach nur 10 Tagen wegen der Corona Pandemie abgebrochen werden.
Marco Amerighi hat einen Abschluss in ausländischer Literatur von der Universität Pisa und einen Doktortitel in moderner ausländischer Literatur. Er unterrichtet Schriftstellerei in Mailand und ist College-Koordinator für Schreiben an der Holden School in Turin.
WeiterlesenART CAMP 2019

Die Heimann-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Fach Kunst der PH Heidelberg und der Accademia di Belle Arti di Firenze einen künstlerischen Studienaufenthalt in Civitella d´ Agliano ausgeschrieben.
Die Ergebnisse des ART CAMPs sind in diesem Buch „ART CAMP 2019“ dokumentiert. Weiterlesen
Alberto, Elsa und die Bombe
Lesung und Konzert
Die italienische Schriftstellerin Angela Bubba hat in Wiesloch im Kulturhaus
aus ihrem Buch „Alberto, Elsa und die Bombe“ gelesen.
„Ich bin in Rom einige Tage vor meiner Abreise nach Deutschland …“ so beginnt ihr Buch, das sie während ihres dreimonatigen Residenzstipendiums bei der Heimann-Stiftung in Wiesloch geschrieben hat.
Das Buch erscheint im Verlag DAS WUNDERHORN, Heidelberg, aus dem Italienischen übersetzt von Chiara Caradonna.
Begeleitet wurde die Lesung von einem Konzert mit der Sopranistin Sonya Isaak und mit Andreas Benend am Klavier. Beide treten im In- und Ausland auf.
Der Verleger Manfred Metzner hat die Lesung moderiert.
- Writer in Residence 2019 Angela Bubba
- Sonya Isaak
- Andreas Benend
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbibliothek Wiesloch, der Buchhandlung Eulenspiegel, des Verlags DAS WUNDERHORN und der Heimann-Stiftung. Weiterlesen
Eleonora – Schülerpraktikum 2019
Eleonora hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum bei der Stadtverwaltung in Wiesloch gemacht.
Hier ihr Bericht:
Eleonora – Bericht Praktikum 2019
Eleonora – Articolo del tirocinio
Eleonora … Diese Erfahrung war für mich sehr anregend, weil meine Sprachkenntnisse auf die Probe gestellt wurden. In den verschiedenen Lebens- und Arbeitssituationen habe ich probiert, immer neue Vokabeln zu erlernen. Glücklicherweise waren Iris und Richard, meine Gasteltern, sehr hilfsbereit. Ich habe ihnen viele Fragen über Wiesloch und über die politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland gestellt und sie haben mir eine gute generelle Sicht von Deutschland gegeben. …
Im Rathaus war alles super: am Anfang meines Praktikums habe ich meine Arbeitskalender bekommen und ich habe in verschiedenen Büros mit verschiedenen Tutors gearbeitet, wie Straßenverkehr,Personal oder in der Zentrale. Meine „KollegInnen“ waren hilfsbereit und nett, sodass ich viel über die deutsche Verwaltung gelernt habe, auch wenn ich keine Arbeitserfahrung hatte.
Gast 2019 – Literatur – Francesco Maria Tipaldi
Im Oktober 2019 war der italienische Schriftsteller Francesco Maria Tipaldi Gast
im Italienhaus der Heimann Stiftung in Wiesloch.
Grazie per il bellisimo soggiorno, faccio i miei miglioni auguri ai prossimi ospiti e ad Archim e Gerda per le prossime avventure letterarie con la fondazione


Con affetto
Francesco Maria Tipaldi
Francesco Maria Tipaldi hat im Centro Leonardo da Vinci in Heidelberg aus dem Buch die Maulposaune gelesen.
Gast 2019 – Literatur – José Luis de Juan
Im Oktober 2019 war der spanische Schriftsteller José Luis de Juan Gast
im Italienhaus der Heimann Stiftung in Wiesloch.
Es gibt Orte, die Ruhe und Inspiration in sich haben. Dieses Haus von Archim und Gerda, in dem Sie als großzügige Gönner dienen, ist eines von ihnen, und es gibt nur wenige.


Vielen Dank, dass sie mich dabei und im sanften
Wiesloch begrüßen.José Luis de Juan
Er las in der Buchhandlung Eulenspiegel in Wiesloch auf einer Veranstaltung der Edition CONVERSO aus seinem Buch „DER BIENENLESER“.
JOSÉ LUIS DE JUAN ist ein vielfach preisgekrönter spanischer Schriftsteller und ein anerkannter Literaturkritiker, dessen Werke in mehrere Sprachen übersetzt wurden.
DER BIENENLESER, ist eine ironisch ausgeleuchtete Komödie, die uns wieder und wieder zum Nachdenken stimmt. Die Hauptperson ist Napoleon, als er auf Elba zur Lachnummer Europas wird; seit Jahren verfolgten ihn im Traum Bienen, mörderisch oder erotisch.
Tagebuch Anne Sophie
Schülerpreis 2019 – Sprachkurs in Turin
Nächster Halt: Turin, Porta Nuova.“ So begann meine kulinarische und kulturelle Abenteuerreise. Mit meinem Rucksack und meinem Koffer stand ich also am Bahnsteig in Turin und fragte mich, was mich wohl in den kommenden zwei Wochen erwarten würde.
….
Ich habe mich rückblickend schon mit dem ersten Abendessen bei Enrica und Carlo, meinen Gasteltern, eingelebt und wohlgefühlt. Durch viele Gespräche, miteinander verbrachte Zeit auf Ausflügen und sogar einer italienischen Geburtstagsfeier lernte ich schrittweise die italienische Kultur und die Sprache immer besser kennen. Mit ihnen habe ich die Umgebung Turins und zahlreiche Male das Freilichtkino auf dem Piazza Castello besucht. Jeden Abend erwarteten mich die Spezialitäten der piemontesischen Region, dessen Zutaten kurz zuvor frisch auf dem Markt gekauft worden waren.
…
Und nun, nach zwei Wochen, gefüllt von unglaublich schönen Erlebnissen, stehe ich also wieder mit meinem Rucksack und meinem Koffer am Bahnsteig in Turin und da ich inzwischen nicht nur “Bahnhof“ verstehe, heißt er von nun an “Porta Nuova“. Ich bin sehr traurig gehen zu müssen, aber glaube fest an meine Münze, die in den Tiefen des Pos dafür sorgt, dass ich bald wieder nach Turin komme!
Writer in Residence 2019 – Angela Bubba
Von Mai bis August 2019 war die italienische Schriftstellerin Angela Bubba Gast
im Italienhaus der Heimann Stiftung in Wiesloch.
Grazie per questa incredibile esperienza fra le più belle della mia vita!


Con molto effeto
Angela Bubba

Buchahndlung Eulenspiegel 
Centro Leonardo da Vinci 

Kulturhaus „Alberto, Elsa und die Bombe“ 
UNI Heidelberg 
Frankfurt – Deutsch-Italienische Gesellschaft 
Kulturhaus Wiesloch
Residenzstipendium 2019 – Angela Bubba
Angela Bubba wurde 1989 in Catanzaro geboren. Mit ihrem ersten Roman, La casa (Elliot 2009), gewann sie die dritte Ausgabe des «What’s Up Young Talents Award» und war Finalistin beim «Strega Award», «Flaiano Award», «John Fante Award» und «Berto Award». Ihr erstes Sachbuch, Elsa Morante madre e fanciullo (Carabba 2016), wurde mit dem «Elsa Morante Award» ausgezeichnet. Ihre Schriften sind auf Nazione Indiana und Nuovi Argomenti erschienen. Bei Bompiani veröffentlichte sie MaliNati (2012), Via degli Angeli (2016), zusammen mit Giorgio Ghiotti und mit einem Vorwort von Sandra Petrignani, und Preghiera d’acciaio (2017). Sie war Stipendiatin des Residenzstipendiums für junge Schriftstellerinnen der Heimann-Stiftung, das zur Veröffentlichung des Buches Alberto, Elsa und die Bombe (Das Wunderhorn 2020) führte. Kürzlich hat sie die Doku-mentation der Konferenz La grande Iguana – Szenarien und Visionen zwanzig Jahre nach dem Tod von Anna Maria Ortese (Aracne 2020) – und die Neuauflage des Romans Tre donne von Bruno Sperani (Carabba 2020) kuratiert.
Im Laufe der Jahre hat sie an zahlreichen Konferenzen in Italien und im Ausland teilgenommen und 2019 den «Minerva-Preis für wissenschaftliche Forschung» gewonnen (für die besten Doktoranden und Doktoranden der Universität Sapienza in Rom). Sie lebt in Rom und promoviert dort in Italianistik über Anna Maria Ortese.
Robby – Schülerpraktikum 2019
Robby hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der ATOS Klinik in Heidelberg gemacht.
Hier sein Bericht:
PRAKTIKUM IN DER ATOS KLINIK tedesco
PRAKTIKUM IN DER ATOS KLINIK italiano
Tagebuch Paulina Wenneis
Schülerpreis 2019 – Sprachkurs in Turin
Ich kann jedem nur empfehlen, sich für das Stipendium zu bewerben, die Gastfamilie, die Stadt, die Schule und auch das Ambiente sind einfach unvergesslich toll, eine Zeit, die man so schnell nicht vergessen wird!
Am Sonntag den 09.06.2019 ging meine Reise los. Der Zug fuhr schon ziemlich früh ab, gegen halb acht. Ich war sehr aufgeregt als ich in den Zug gestiegen bin, die Vorfreude hat aber deutlich überwogen.
…
Am Donnerstag haben wir schon früh zu Abend gegessen, weil wir ja ins Theater wollten. … Das Theater an sich war sehr schön, ganz anders als in Deutschland: es gab mehrere Emporen, alles war mit rotem Samt verziert und vergoldet und es gab sogar noch die Königsloge! Das Stück hieß „L’isola dei pappagalli con Bonaventura prigioniero degli antropofagi“. Es war eine Mischung aus Theater und Musical, ich habe zwar nicht so viel verstanden aber es war trotzdem schön! …
Und dann kam der letzte richtige Tag. In der Schule wurde ich von allen verabschiedet, sie waren sehr traurig, dass ich schon wieder gehen musste …
Als ich in Turin auf meinen Zug gewartet habe, wurde ich schon etwas wehmütig, ich wäre gerne noch länger geblieben. … Kaum zu glauben, dass ich zwei Wochen vorher noch überfordert von dem Gesamtpaket an Gewusel und Stimmengewirr war, jetzt konnte ich Gespräche von Sitznachbarn teilweise wirklich gut verstehen. Und auch das Lesen war deutlich leichter! …
Hier der Bericht von Paulina
Tagebuch – Sprachkurs Turin Paulina Wenneis
Diario – Corso di lingua Torino Paulina Wenneis
Residenzstipendium 2019 – Angela Bubba
Angela Bubba ist im Jahr 2019 die Preisträgerin des Literatur-Residenzstipendiums der Heimann-Stiftung.

Die Stiftung ist sehr froh, dass das Stipendium an eine schon anerkannte und auch anerkennenswerte Schriftstellerin vergeben werden konnte. Frau Bubba hat schon mehrere Preise gewonnen und war unter anderem unter den Finalisten des Premio Strega. Ihre Bücher sind in namhaften italienischen Verlagen erschienen.
Angela Bubba:
Die Zeit in Wiesloch als Gast der Heimann-Stiftung geht nun zu Ende und zählt zu den besten Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen konnte. Vom Aufenthalt in dem schönen Haus, in dem ich während des Stipendiums gewohnt habe, über die Stadt, in der es wirklich angenehm ist, spazieren zu gehen, bis hin zur Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit der Menschen, die ich getroffen habe und der wunderschönen Natur: Alles war perfekt. In diesen drei Monaten habe ich mit der nötigen Unbeschwertheit, aber auch mit der Neugierde und Vitalität geschrieben, die jeder Schriftsteller bewahren sollte, wenn er sich einem Text zuwendet. Ich bin so begeistert, dass ich Archim und Gerda Heimann sowie den anderen Mitgliedern des Teams nicht genug danken kann, dass sie mir diese Gelegenheit gegeben haben.
Tagebuch Chiara Schmelcher
Schülerpreis 2019 – Sprachkurs in Turin
Nach Italien zu reisen – das verbinde ich mit dem Zug Fahren … versprüht eine Zugreise immer einen ganz besonderen Charme, … mit den zu Anfang noch deutschen, dann schweizerischen und schließlich italienischen Bahnhöfen, … Weiterlesen
Mario Fortunato in Wiesloch
Der preisgekrönte Journalist und Schriftsteller Mario Fortunato war zu Gast im Kulturhaus in Wiesloch. Eingeladen hatten die Heimann-Stiftung, das italienische Kulturinstitut in Stuttgart, die Buchhandlung Eulenspiegel und der Verlag DAS WUNDERHORN.
Er las aus seinem Buch „Spaziergang mit Ferlinghetti“ und berichtet über sein Treffen mit den Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums aus Sandhausen zum Thema „Talentflucht – bleiben oder gehen“.
Hier der Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung über die Lesung
RNZ – Lesung Fortunato
Literatur-Gast 2019 – Mario Fortunato
Im Juni 2019 war die italienische Schriftsteller Mario Fortunato Gast der Heimann Stiftung in Wiesloch.
Mario Fortunato ist Schriftsteller und Journalist und schreibt Gedichte, Erzählungen und Romane und wirkte an diversen Drehbüchern mit. Er publiziert u.a. in L’Espresso, La Stampa und der Süddeutschen Zeitung.
Er las aus seinem Buch „Spaziergang mit Ferlinghetti“ und berichtet über sein Treffen mit den Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums aus Sandhausen zum Thema „Talentflucht – bleiben oder gehen“.

Eingeladen hatten die Heimann-Stiftung, das italienische Kulturinstitut in Stuttgart, die Buchhandlung Eulenspiegel und der Verlag DAS WUNDERHORN.
Massimo Cusato – Masterclass und Konzert Mediterranean Funk
Massimo Cusato war im April 2019 auf Einladung der Heimann-Stiftung für eine Masterclass an der PH-Heidelberg in Wiesloch.

Massimo Cusato hat eine vielschichtige volksmusikalische Kunstform entwickelt, in der Elemente der arabischen und griechischen Musiktradition mit der traditionellen italienischen Tarantella verschmelzen. Bereits im Alter von zehn Jahren begann Massimo Cusato sich außerdem mit Rock, R&B und Funk zu beschäftigen. Aus diesen ganz unterschiedlichen Einflüssen kreierte er seinen eigenen, unverwechselbaren Sound des „Mediterranean Funk“.
Massimo wurde von zahlreichen Percussion-Größen aus aller Welt unterrichtet, darunter Changuito of Cuba, Arnaldo Vacca und Ettore Mancini und stand mit bekannten Musikern wie John Blackwell (Schlagzeuger für Prince) und Edoardo Bennato auf der Bühne.



Ich kann jedem nur empfehlen, sich für das Stipendium zu bewerben, die Gastfamilie, die Stadt, die Schule und auch das Ambiente sind einfach unvergesslich toll, eine Zeit, die man so schnell nicht vergessen wird!