Die ersten Erzählungen zum TANDEM 2023 sind übersetzt oder nacherzählt worden.
…. È stato un processo difficile, però molto soddisfacente: la scrittura delicata ma fitta, ellittica, ricca di richiami di Peter mi ha messo a dura prova. …
Luca Tosi
Hier der Kommentar von Luca Tosi zu der Erzählung “Tat Tvam Asi” Peter Rosenthal.
Die ersten Erzählungen zum TANDEM 2023 sind übersetzt oder nacherzählt worden.
… Ich fing an mich, sowohl auf diesen anscheinend willkürlichen Reisen, als auch in der Übersetzung immer wohler zu fühlen. Herz(ens)dame, Kater, Pizza Rendezvous` und so Einiges was die Romantik in der Zeit von Flixbus und Fahrradjacken mit Werbeemblems so hergibt, entfachten einen Zauber, in dem ich mich nach und nach so sehr vertiefte, dass ich das Ende um ein (Katzen)Haar fast verpasst hätte. …
Peter Rosenthal
Hier der Kommentar von Peter Rosenthal zu der Erzählung “ASPETTANDO CHE IL MIO CUORE CAMBI” von Luca Tosi.
Das Stipendium Artist in Residence 2023 wurde an die italienische Künstlerin Benedetta Chiari vergeben. Benedetta wird von Mai bis September im Apartment der Stiftung in Wiesloch wohnen und künstlerisch arbeiten.
Benedetta Chiari (San Miniato, 1998), Absolventin der Accademia di Belle Arti di Firenze, ist eine bildende Künstlerin, die in ihren Arbeiten auf der Suche nach der Identität zwischen der Landschaft und den alltäglichen Erfahrungen ist. In ihren Arbeiten verknüpft sie Umwelt- und Sozialthemen. Sie arbeitet mit Fotografie, Video, ortsspezifischen Installationen und Zeichnungen, wobei sie häufig organisches Material und Recyclingmaterial verwendet. Sie schafft visuell subtile Installationen, die auf den Kontext reagieren, in dem sie platziert sind.
Das Residenzstipendium für junge Nachwuchswissenschaftler der Literaturwissenschaften wurde 2022 an Christian Kotorri vergeben – Student der Literaturwissenschaften an der Università di Pisa.
Von Oktober 2022 bis Januar 2023 war ich dank des Stipendiums für italienische Nachwuchswissenschaftler zu Gast bei der Heimann-Stiftung in Wiesloch. Die beiden Haupttätigkeiten in diesen Monaten waren das Studium und das Schreiben meiner Masterarbeit. Alles fand in der Ruhe des Italien Hauses statt, einer angenehmen, komfortablen und geräumigen Wohnung, die zweifellos die zum Lernen und Nachdenken notwendige Konzentration begünstigt.
Die Stiftung hatte am Samstag den 21. Januar zu einem Gespräch mit Christian Kotorri zum Thema „Die Erzählwelt von Elena Ferrante: Darstellungen, Bilder und Motive“ eingeladen.
Das Gespräch fand in der Stipendiatenwohnung von Christian in Wiesloch statt. Gesprochen wurde vor allen Dingen in Italienisch, aber wenn man nicht mehr weiter wußte auch in Deutsch, Französisch oder sogar Dänisch. Es war sehr unterhaltsam.
Begleitet wurde das Gespräch vom Improvisationstheater Compagnia IMPROVA aus Heidelberg, das die Themen des Gesprächs eindrucksvoll szenisch umgesetzt hat.
Ein sehr anregender Nachmittag über Literatur, Kunst und Kultur.
Die Diskussion konzentrierte sich auf die Art der Darstellung der Frau und der Mutter in den Romanen:
Lästige Liebe (1992) Die Beziehung zur Mutter aus Sicht der Tochter. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt ihre Tochter Delia in ihre Heimatstadt Neapel zurück und besinnt sich auf sich selbst.
Frau im Dunkeln (2006) Die Mutterschaftserfahrung aus Sicht der Mutter. Leda, eine 47-jährige Universitätsprofessorin, erinnert sich an einige Jahre ihrer Vergangenheit.
Meine geniale Freundin (2011) Weibliche Freundschaft. Die Erzählerin Elena beginnt ihre Geschichte mit der Erinnerung an ihre Freundschaft mit Lila.
Das Literaturduo Francesca Possamai und Sahra Waßner hat sich in Bonn bei Sahra getroffen.
Nach der Teilnahme am Literatur-DUO-letterario Projekt wollten Sahra und ich uns unbedingt auch mal außerhalb von Zoom treffen und so vereinbarten wir Anfang Januar einen Termin für ein Treffen in Deutschland. Wie erwartet kam ich am Abend des 5. Januar am Flughafen Frankfurt-Hahn an, wo mich Sahra und ihr Vater bereits erwarteten und von wo wir gemeinsam nach Bonn fuhren.
Ihre Familie erwies sich sofort als sehr freundlich und offen, und somit stand einem interessanten kulturellen Austausch nichts mehr im Wege. Unser kleines Abenteuer konnte beginnen.
Das Literatur-TANDEM-letterario 2023 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland.
Die AutorInnen haben eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache eingereicht. In einem deutsch/italienischen Tandem soll die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen werden. Die AutorInnen können selber entscheiden, wie sie die Texte übertragen wollen: von der semantischen Übersetzung, zur freien Übersetzung mit der Neufassung von Textteilen oder dem kreativen Nacherzählen der Texte mit eigenen Worten.
„Es gibt nichts Anspruchsvolleres und zugleich Befriedigenderes als die literarische Übersetzung, wenn man sich wirklich mit einem literarischen Werk auseinandersetzen will. Sie zwingt uns dazu, uns in den Text zu vertiefen, ihm ganz auf den Grund zu gehen, völlig in die Sprache des anderen einzutauchen. Durch sie lernen wir die fremde Sprache besser kennen, aber auch unsere eigene. “
Istituto Italiano di Cultura Stoccarda
Die Autorinnen und Autoren des Literatur-TANDEM-letterario 2023
Das Literatur-TANDEM-letterario 2023 ist ein Stipendium für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Italien und Deutschland.
Für das Literatur-TANDEM-letterario 2023 gab es 82 Bewerbungen aus Italien und aus Deutschland. Es gab so viele interessante Bewerbungen, dass in 2023 wieder sechs statt fünf Tandems ausgewählt wurden.
Die Autorinnen und Autoren des Literatur-TANDEM-letterario 2023 sind:
Tandem-1
Clemens Böckmann (1988) Leipzig The killing
Giacomo Cavaliere (1995) Trecate Lermontov 43 ovvero – Fatalisti sul fronte orientale
Tandem-2
Lena Schätte (1993) Altena Meerjungfrau
Giulia Orati (1991) Cerveteri I sospiri nascosti
Tandem-3
Clara Leinemann (1994) Köln no story is mine
Elena Pineschi (1996) Torino Stasi
Tandem-4
Greta Köhne (1996) Hildesheim Untrennbar vermengt
Lucia Masetti (1992) Cavaria con Premezzo Belle époque
Tandem-5
Peter Rosenthal (1960) Köln Tat Tvam Asi
Luca Tosi (1990) Bologna Aspettando che il mio cuore cambi
Tandem-6
Bernhard Heckler (1991) München Ein fliehendes Pferd
Die Stiftung hatte 2022 zum zweiten Mal das Stipendium Literatur DUO letterario ausgeschrieben.
Im Literatur-DUO haben deutsche und italienische Schülerinnen und Schüler eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache geschrieben. In einem deutsch/italienischen DUO haben sie dann die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übersetzt.
Das Ziel der Stiftung ist es, mit dem Literatur-DUO den intellektuellen und interkulturellen Austausch zwischen deutschen und italienischen Jugendlichen zu fördern und so zur deutsch-italienischen Völkerverständigung beizutragen.
Jetzt sind die Kurzgeschichten der 12 AutorInnen in Deutsch und Italienisch in dem Buch „Literatur DUO letterario – 2022“ veröffentlicht worden.
Das Buch kann im Buchhandel, in allen gängigen online Buchshops oder direkt über den online-shop von BoD bestellt werden.
BoD liefert das Buch ohne zusätzliche Versandkosten nach Deutschland und nach Italien.
Von Freitag den 30.9.2022 bis Sonntag den 2.10.2022 haben sich die Autorinnen und Autoren des TANDEMS 2022 in Wiesloch getroffen. Alle sind mit dem Zug angereist – auch aus dem fernen Fano. Es war wie immer etwas spannend – ist der Zug pünktlich, bekomme ich den Anschluss. Letztendlich hat es doch bei Allen geklappt und sie waren zum Abendessen in Wiesloch.
Das Apartement der Stiftung in Wiesloch war während dieser Zeit der Ort, um sich kennen zu lernen, gemeinsam zu essen und zu trinken und Spaß zu haben.
Das von den AutorInnen gedichtete Pantoum zum Treffen
PANTOUM
A ach spätburgunder B dein herz schlägt viel zu leis C dein mund spricht viel zu laut D blaue schwalben torkeln trunken
B dein herz schlägt viel zu leis E die sterne sind gesehen worden D blaue schwalben torkeln trunken F die hoffnung ging im dunkeln unter
E die sterne sind gesehen worden G dein herz ist triefend nass F die hoffnung ging im dunkeln unter H die schwalben schreien viel zu deutsch
G dein Herz ist triefend nass I ich geh ein handtuch holen H die schwalben schreien viel zu deutsch J ich würge blaue sterne
K dudabidubidam A ach spätburgunder L heute abend sterb ich nicht B dein herz schlägt viel zu leis
Das Literaturduo Maja Lorenzmeier und Jan D’Orsi hat sich in Bad Salzuflen in der Nähe von Majas Wohnort getroffen.
Am 31. Juli schrieb Jan mir: „Ich bin gerade in Deutschland…“ Damit hatte seine Nachricht meine ganze Aufmerksamkeit. Nicht nur weil er in Deutschland war, sondern auch, weil er ein paar Tage später in Vlotho, ganz in der Nähe von meinem Wohnort Urlaub machen wollte. Eigentlich eine perfekte Gelegenheit uns zu treffen, dachte ich.
Maja
Dopo pochi giorni ci siamo messi d’accordo per incontrarci. Arrivai con la bici e dopo poco vidi anche Maja, non ero sicuro che fosse lei ma dopo aver ricevuto la conferma ci sedemmo ad un tavolo nel bar.Jan
Das Literaturstipendium wurde vergeben an Christian Kotorri Student der Literaturwissenschaften an der Università di Pisa. Christian Kotorri wird von Oktober 2022 bis Januar 2023 in Wiesloch sein und er wird während dieser Zeit über die Bedeutung von Zeit, Raum und Formen in den Texten von Elena Ferrante arbeiten.
Im Jahr 2022 wurde der Schülerpreis an Lenja Matthäus vom Leibniz-Gymnasium in Östringen vergeben.
Nervosität, ein bisschen Angst, gleichzeitig aber auch pure Freude, Freiheit und tiefe Dankbarkeit– dieses Gefühlschaos spiegelt meinen Zustand wieder, als ich mich um 8 Uhr morgens am Pfingstsonntag auf den Weg nach Italien machte. Das erste Mal ganz alleine verreisen und dann auch noch nach Italien, genauer gesagt in die wunderschöne Stadt Turin, wer wäre da nicht nervös? … Es war überhaupt kein Problem, Einheimische nach dem Weg zu fragen oder einfach im Bus mit Italienern zu quatschen – sie sind alle sehr nett, hilfsbereit und erklären das Gesagte gerne, falls man etwas nicht sofort versteht. Diese italienische Art hat mir sehr gut getan. Aber nicht nur das hat mir sehr gefallen, sondern natürlich auch Turin mit seinen Sehenswürdigkeiten: am bekanntesten sind sicherlich die Mole Antonelliana mit dem Kinomuseum, das Lavazza-Museum, der Lingotto und der Fluss Po, dennoch gibt es dort vieles mehr zu entdecken.